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Über

Alter: 67
aus: 63739 Aschaffenburg
 

Ich mag diese...
Musiker: Von Klassik bis heute
Sendungen: Reportagen, Dokumentationen
Filme: so gut wie keine aus den USA - außer Spielberg etc.
Autoren: Klassiker bis heute: z.B. Süskind, Stefan Zweig...
Beruf: Creativdirection in eigener Werbeagentur
Werbung: Idee, Text, Layout
Fotografie: Fashion, Reportagen, Portrait, Akt

Man sagt ich sei: Enthusiast für
Design- und Photo-Artistik,
Verbal-Akrobatik,
Kommunikations-Phantastik.
Alles basierend auf
Ästhetik-Manie,
subversiv beeinflußt von
Erotomanie und
schwarzer Humoristik.
Eben ein echter Stier!

Mehr über mich...

In der Woche...:
bin ich in meiner Agentur
Ansonsten auch.
Meist.

Ich liebe...:
Reisen an warme Meere.

Man erkennt mich an...:
... da gibt es so einiges.



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Blog

Dann und wann hat mich der Teufel geritten, manchmal ein Engel verfolgt - dann habe ich mich ganz still hingesetzt, anfangs die Maschine genommen, später den PC und habe einfach was geschreibselt... was davon möglicherweise autobiografisch ist, wissen die, die's sollen (oder auch nicht).  
aus 'Geschreibsel' 1997Ralph H. Uebel  

LvB 

1. Bild:Der Mann irrt, wie wahnsinnig, durchs kleine Zimmer hin und her. Hin, her. Es ist frühmorgens. Vögel zwitschern draußen im Licht der aufgehenden Sonne. Drinnen, im Zimmer ist's düster hinter den geschlossenen Fensterläden. Er öffnet die Läden schon seit langem nicht mehr. Und lange schon geht er immer wieder hin, her. Er stolpert. Verschüttet seinen Rotwein aus dem blinden Glas, daß er in der zittrigen Hand hält. Die Magen- krämpfe setzen wieder ein. Jetzt besonders schlimm, er krümmt sich, unterdrückt mühsam ein Stöhnen. Er muß schnell nach draußen. Denn dort ist das Klo.
Geblendet vom hellen Tageslicht wird er beinahe von einer Droschke überfahren. Er geht in die kleine, alte Holzhütte mit dem Herz in der Tür... erhebt sich später schwankend, mit weichen Knien, versucht seine Hose zu richten - es gelingt nur halb.
Wieder draußen, wieder blendet ihn das Sonnenlicht. Trotzdem findet er torkelnd seine Haustür, geht wieder hinein ins dunkle Zimmer. Stößt Stuhl um, fällt sogar über eine auf den Holzdielen liegende Jacke. Stößt sich am Kopf. Doch er flucht nicht, als er sich elend am Klavier hochzieht und auf den wackligen Drehstuhl fallen läßt. Und er spielt - schreibt auf - spielt - schreibt auf - spielt. Mal spielt er sachte, mal aufjubelnd wie in heller Freude, doch oft auch schwer und dröhnend, sogar drohend.
Draußen klopft es an der Tür. Erst normal, dann immer heftiger, laut, aggressiv. Stimmen draußen, sie werden immer aufgeregter, bald ausgesprochen böse. Unflätigste Worte fallen. Dann wird sogar seine Tür aufgerissen. Licht bricht in den Raum ein. Den Mann am Klavier reißt man an seiner Schulter herum. Erstaunt, erschreckt, mit fassungslosem Ausdruck auf seinem Gesicht, versucht er sich unbeholfen zu erheben. Er wird ins Gesicht geschlagen, den Deckel vom Klavier schlägt man ihm auf die Hände. Die Leute schreien ihn an "...der Lärm, den er mache... und überhaupt...". Ein altes Weib spuckt ihm vor die Füße. Kinder lachen schadenfroh. Ein hübsche junge Mutter mit Kind auf dem Arm keift ihn an mit unverständlichem Kreischen wie ein Fischweib. Die Leute gehen. Der Mann sucht seine Brille, verstört, hilflos. Er findet sie endlich - unter dem Klavier, verbogen. Leise schließt er die noch offenstehende Tür - wieder Dunkelheit im Raum. Er sucht die beschriebenen, oft zerknüllten Blätter vom Fußboden auf, stiert sie ungläubig an. Numeriert sie, rollt sie zu einem Bündel. Er klemmt es unter den Arm, geht nach draußen. Sieht die Hütte mit dem Herz - sieht lange sein Blätterbündel nachdenklich an. Und er geht weiter.
2. Bild:Der Mann - er bekommt von einem Lakaien die Hose gerade gezogen, sein Halstuch  zurechtgerückt. Eine schwere, reich verzierte Eichentür wird ihm weit geöffnet. Dienernd drückt man ihm ein schwarzlackiertes Stöckchen in seine Hand. Er wirft es weg, geht hinaus an das erhöhte Pult unter einem riesigen Kronleuchter. Hebt seine bloßen Hände... und 300 geladene Gäste hören zum allerersten Mal auf der Welt die 5te.  
1997 - Gewidmet Eva K., CZ
Zu dieser Shortstory
von mir gibt es auch ein 

Drehbuch (neudeutsch: Storyboard).


  
  

 

18.2.07 22:23




Das bin ich. Der fotografierende Schreiberling und Werbemops.
18.2.07 21:57


Mein Geschreibsel...

Soeben habe ich Weblog entdeckt.
... morgen ist der Rosenmontag.
Mal sehen, ob ich es dann schon schaffe, was hier einzugeben.

18.2.07 21:37





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